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last update: 23. Juni 2018
75jähriges Jubiläum Delmenhorst


Entstehung u. Entwicklung der Methodisten-Gemeinde Delmenhorst i. O.
 
Am 7. November 1849 landete Dr. L. S. Jacoby aus Newyork mit dem Dampfer „Hermann“ in Bremen. Damit war der Auftakt zur Evangelisation in Deutschland gegeben. Erst 4 Wochen später war es Dr. Jacoby vergönnt, ein Heim für seine Bibelstundenarbeit in Bremen zu finden. Am 16. Dezember folgte Jacoby einer Einladung aus Achim, woselbst er eine kleine Versammlung halten konnte. Das Verlangen nach Gottes Wort wurde immer größer, die Arbeit vermehrte sich, so daß, sollte das Werk wachsen, Hilfe nötig wurde.
Der 7. Juni des Jahres 1850 brachte auch die ersehnte Hilfe in dem Prediger C. H. Döring, und dem Prediger L. Nippert. Am 14 Juli waren bereits 8 Predigtstationen aufgenommen, die von den genannten Männern bedient wurden.
So nahe auch Delmenhorst bei Bremen lag, bahnte der Strom des Segens sich nach andern Richtungen sein Bett. Im Jahr 1853 wurde aber auch Delmenhorst von den Segnungen beglückt. Das Oldenburger Land, als sogenannte „Oldenburger Mission“ bezeichnet, war dem Evangelium aus dem Munde eines Methodistenpredigers nicht abgeneigt. Während in Hannover und Braunschweig unserer Arbeit die größten Schwierigkeiten von Seiten der Bevölkerung, aber auch der Behörden erstanden, waren unsere Prediger in Oldenburg gern gesehen und wurden von der Behörde überall geschützt. So konnte das Evangelium in Oldenburg seine Siegesbahn ungehemmt betreten.
Missionar C. H. Döring mit dem Gehilfen W. Fiege und dem Ermahner Chr. Feldmann verkündeten als erste Boten unserer Kirche das Evangelium in unserm Lande. 1857 tagte bereits in Hasbergen die erste Vierteljahrs-Konferenz der Oldenburger Mission.
Delmenhorst, das wohl als Sammelnamen nach dem Protokoll für die weitere Umgebung aufzufassen sein dürfte, hatte 1857 50 Sonntagschüler, 7 Lehrer. Oldenburg, das wohl Sammelname für den nördlichen Teil des Landes war, hatte 36 Schüler und 5 Lehrer. Um Delmenhorst gruppierten sich die Predigtstationen Hasbergen, Neerstedt, Deichhorst, Varrelgraben, Barkendamm.
Am 5. Februar 1859 tagte die erste Vierteljahrskonferenz des nun selbständigen Delmenhorster Bezirks in Delmenhorst, unter dem Vorsitz des Vorstehenden Ältesten C. H. Döring. Aufsichtsprediger des Bezirks war Prediger A. Rodemeyer. Der Bezirk zählte nun 70 Sonntagschüler, 11 Lehrer, 50 Glieder in voller Verbindung. In der Gemeinde wird strenge Kirchenzucht geübt. Immer wieder erscheint der Vermerk „Ausgeschlossen“ . . . Trotz strenger Kirchenzucht wächst das Werk von Jahr zu Jahr. Prediger A. Rodemeyer folgen die Aufsichtprediger E. Pucklitzsch, A. G. Bruns, E. H. Peters. Unter der Arbeit von Prediger Peters wird 1861 der Beschluß gefaßt, das Anwesen der Ww. Bohlmann in Deichhorst (jetzt Bädermeister J. Böning) käuflich zu erwerben. Im Jahr 1863, unter der Arbeit von Prediger A. Lüring zählt die Gemeinde bereits 90 Glieder und 14 Probeglieder. In demselben Jahre wird die Kapelle renoviert. Nach Prediger Lüring bedienen die Prediger C. G. Dietrich, J. Staiger, E. Pucklitzsch und C. Raith den Bezirk Delmenhorst.
1870 entsteht unter der Arbeit von Prediger Pucklitzsch der gemischte Chor der Gemeinde. Manches Samenkörnlein des göttlichen Wortes ist durch die Sängerinnen und Sänger seit jener Zeit ausgestreut worden. Der Krieg 1870/71 hatte aus den Reihen der Gemeinde manchen Mann unter die Waffen gerufen. Aber auch die Heimatgemeinde war in dieser Zeit nicht müßig. Das Evangelium wurde mit großem Eifer hinein getragen in die Herzen und Häuser derer, deren Angehörige im Felde waren. Aber auch die äußere Not wurde nach besten Kräften gelindert.
Nach dem Kriege dienten der Gemeinde die Prediger B. Schröder, Chr. Schwarz, J. Wischhusen und A Schilde als Gehilfe.
1879 wird der Beschluß gefaßt, das alte Gemeindeeigentum zu verkaufen und eine Kapelle mit Wohnhaus zu bauen. Am 5. Dezember wurde die neue Kapelle eingeweiht.
Es folgten die Prediger A. Prante, J. von Oehsen, G. Nötzold, H. Mäder. An Gehilfen stehen den Predigern zur Verfügung G. Beck, P. Tönjes, F. v. Minden.
Im Jahre 1887 entsteht der erste Jünglingsverein der Gemeinde. Der Bezirk besteht nun aus 194 Gliedern und 19 Probegliedern, davon gehören nach Neerstedt 66 Glieder und 3 Probeglieder. Unter Prediger Nötzolds Arbeit entsteht neben dem Gem. Chor der Männerchor. Das zuerst vorgetragene Lied war: „Stehet auf ihr Gotteszeugen, werfet hoch auf das Panier“. Das sollte das Motto des Chors bleiben, auch in künftigen Zeiten. Zu dem Männerchor kommt 1906 noch ein Posaunenchor und im Jahre 1930 der Frauenchor. Diese 4 Chöre wirken seit ihrer Entstehung eifrig am Werk des Herrn.
1909 wird Neerstedt selbständiger Bezirk mit dem Aufsichtprediger J. Eden. Nach Delmenhorst kommen in den Jahre 1893-1909 die Prediger E. Schmidt, D. Bargmann, Phil. Lutz und H. Meyer. Unter des Letzteren Arbeit feiert die Gemeinde am 4. Juni 1911 eine Abschiedfeier von der alten Kapelle. Am 5. Juni beginnt der Abbruch. Am 19. Juli die Grundsteinlegung zur neuen Kapelle. Am 6. August findet bereits das Richtfest statt. Während des Baues finden die Gottesdienste im Burschenheim der Wollkämmerei statt, das der gemeinde unentgeltlich überlassen wurde. Die Bibelstunden waren bei Geschwister Harms, Lagestraße 70 und bei Geschwister H. Imhoff, Stedingerstraße. Der Prediger wohnte bei Mutter Dauelsberg, Langestraße 69. Am 22 Oktober 1911 konnte die Kirche bereits eingeweiht und dem Dienste Gottes übergeben werden. Direktor Junker, Frankfurt hielt die Einweihungsrede über Lukas 24, 46, 47. Die Stadt war durch Herrn Bürgermeister Dr. Hadenfeld und Senator Eisenkolb vertreten.
Prediger Alfr.. Mehner, der 1913 das Werk übernahm, schreibt in seinem Bericht. Ich habe eine gut organisierte Methodistengemeinde übernommen, in welcher gesunde Frömmigkeit wohnt. Dies wird durch die Tatsache bestätigt, daß im Laufe der Jahre 11 Jungfrauen in den Diakonissendienst getreten sind. Ins Predigtamt traten aus den Gemeinden ein: die Brüder B. Schröder, B. Vogelsang, H. Böning. Im Predigerseminar befinden sich zur Zeit U. Bullerdiek und P. Pfeiffer.
Der Weltkrieg 1914/18 ging auch an dieser Gemeinde nicht spurlos vorüber. 11 Glieder der Gemeinde sind auf dem Felde der Ehre gefallen.
Ihre Lücken sind spürbar geblieben in Familie Gemeinde. Die Gemeinde wurde in dieser Zeit, da der Gemeindeprediger auch ins Feld mußte, von Bremen aus bedient. Die Prediger P. Grünewald und H. Bierwirth sind der Gemeinde aus dieser Zeit in guter Erinnerung. Die Prediger der Nachkriegszeit bis zum Jubiläum sind die Prediger E. Bräunlich, O. Schüppel und E. Marquard. Der Delmenhorster Bezirk umfaßte wieder Neerstedt und Grüppenbühren. Die Mitgliederzahl beläuft sich 1927 in dem Bezirk auf 430 Glieder. 1921 durfte die Gemeinde Delmenhorst die „Jährliche Konferenz“ aufnehmen. Viele angesehende Bürger der Stadt beherbergten Konferenzgäste. Der Gesanggottesdienst fand in der ev.-luth. Kirche statt, die am Konferenzsonntag etwas über 1500 Seelen in sich aufnehmen durfte. Sollte die Arbeit sich auch weiterhin fruchtbar gestalten, mußte dem Prediger Hilfe werden. H. Plath als Gehilfe und Diakonisse Anna Wolring als Gemeindeschwester wirkten in großem Sgen mit Prediger Bräunlich zusammen. H. Plath folgte F. Schindelmütte als Gehilfe. Aus dem ehemaligen Jünglingsverein war ein Jugendbund geworden. Der Jugendarbeit wurde besondere Aufmerksamkeit geschenkt, was sich auch bald als fruchtbar erwies. Unter Prediger Schüppels Arbeit wurde in Grüppenbühren die Kapelle erbaut, die 1929 dem dreieinigen Gott geweiht werden durfte. Prediger E. Putzke bediente in dieser Zeit hauptsächlich Neerstedt-Grüppenbühren. Diakonisse Auguste Schmidt war Gemeindeschwester in dieser Zeit. Neerstedt und Grüppenbühren werden abermals von Delmenhorst gelöst und zu einem selbständigen Bezirk gemacht, den heute Prediger Johannes Gissoul bedienen darf.
Wir schauen zurück und bekennen: Der Herr hat Großes an uns getan, des sind wir fröhlich!
Soli Deo Gloria!
Uhrzeit  
   
Delmenhorst  
  Evangelisch-methodistische Kirche
Gemeindezentrum Christuskirche
Bremer Str. 26
27749 Delmenhorst
Tel.: 0 42 21 / 1 33 10
 
Neerstedt  
  Evangelisch-methodistische Kirche
Kapelle Neerstedt
Dorfstr. 18
27801 Neerstedt
 
Info  
  Seit 1947 bilden die Gemeinden Delmenhorst und Neerstedt einen Bezirk.